Fotos zu einer Collage montieren

Ein origineller Wandschmuck und eine individuelle Geschenkidee: Fotocollagen sind vielseitig. Die witzigsten Schnappschüsse der letzten Party, die schönsten Landschaftsaufnahmen des Hobbyfotografen oder die niedlichsten Kinderfotos, sie alle können zu einer Collage kombiniert werden. Ein Foto hält eine Erinnerung fest, eine Fotocollage kann hunderte von Erinnerungen festhalten. Als Fotoposter im Großformat über dem Bett oder dem Sofa ist eine Fotocollage ein hervorragender Blickfang.

Wie geht man am besten vor?

Der Name der Collage ist von dem französischen Wort „coller“ (zu Deutsch „kleben“) abgeleitet. Bei der Collage werden Einzelbilder auf einem Untergrund zu einem neuen Ganzen zusammengefügt („zusammengeklebt“). Die Einzelbilder dürfen dabei beschnitten werden, verdreht, eingefärbt, überlappend angeordnet und so weiter. Dabei können Collagen entstehen, die an abstrakte Kunstwerke erinnern. Oder die Bilder werden relativ gerade und ordentlich aneinandergereiht. Die Collage kann aussehen wie eine Seite aus einem säuberlich geführten Foto-Album, oder die Bilder werden scheinbar zufällig neben- und übereinander angeordnet. Wie viel Bewegung oder Ruhe in einer Collage stecken sollen, entscheidet allein der persönliche Geschmack. Dasselbe gilt für die Motive. Ob es nun Kinderfotos oder Fotos der Haustiere sind, Urlaubsfotos, Fotos rund um das Lieblingshobby oder ob die Motive gar kein festes Thema haben: Erlaubt ist alles, was gefällt.

Verschiedene Größen und Formate der Einzelbilder sind gewünscht, dadurch wirkt eine Collage lebendiger. Die unterschiedlichen Perspektiven, Licht- und Größenverhältnisse der Einzelbilder sind ebenfalls kein Problem. Das bunte Gemisch macht den Charme der Collage aus.
Collagen können in Handarbeit mit Papier, Schere und Klebstoff hergestellt werden. Oder, wie es heute üblich geworden ist, die Collagen werden in digitaler Form am Computer hergestellt.
Von einer Fotocollage spricht man, wenn für die Collage vor allem oder ausschließlich Fotos verwendet werden. Eigentlich ist man aber nicht auf Fotografien beschränkt. Comicstrips, Abbildungen, Illustrationen, Zeichnungen und Gemälde sind ebenfalls geeignete Zutaten. Voraussetzung ist lediglich, dass alle Bildelemente in derselben Form (digital) vorliegen, um sie zu einer Fotocollage zu kombinieren.

Eigene Möglichkeiten zur Erstellung

Um eine Fotocollage am Heimcomputer selbst zu erstellen, benötigen wir alle Einzelbilder als Bilddateien. Das heißt, alle Lieblingsfotos oder was immer auch sonst als Bildelement vorgesehen ist, muss in elektronischer Form vorliegen. Möglicherweise müssen die Einzeldateien auch alle ein bestimmtes Format haben (etwa alle als JPG oder alle als TIFF).
Als Zweites benötigen wir eine geeignete Software.
Etwas Vorwissen in der Bildverarbeitung ist sicherlich hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Passende Computerprogramme gibt es viele. Der König der Bildverarbeitung für den Hausgebrauch ist vermutlich das Programm Photoshop von Adobe Systems. In der Vollversion ist dieses Programm allerdings kostenpflichtig. Dafür bietet es alle Möglichkeiten, die einzelnen Bildelemente für die Fotocollage zu beschneiden und zu bearbeiten (Licht, Kontrast, Farbe, ...).
Wer kein Geld ausgeben möchte (oder wem Photoshop zu kompliziert ist), findet geeignete Freeware und Online-Tools im Internet. Diese sind auf die Erstellung von Fotocollagen spezialisiert und erzeugen Zufallsanordnungen der ausgesuchten Fotos per Mausclick. Meist hat man außerdem die Wahl zwischen verschiedenen Hintergründen und Formen der Collage. Dabei muss etwas herum probiert werden, bis einem eine Fotocollage gefällt. Solche Tools lassen dem Anwender weniger Gestaltungsfreiheit, dafür nehmen sie einem fast die ganze Arbeit ab. Ebenfalls ein Pluspunkt: Erfahrung mit Bildverarbeitung ist nicht nötig, die Erstellung der Fotocollage per Mausclick wird zum Kinderspiel. In die Anwendung von Photoshop hingegen muss man sich erst ein wenig hinein fuchsen.
Die fertige Fotocollage wird abgespeichert und kann beliebig oft vervielfältigt werden. Um sie auszudrucken, bieten sich wieder mehrere Möglichkeiten: Spezielles Fotopapier, hochglänzend oder seidenmatt, gewöhnliches Papier, verschiedene Papierformate. Vermutlich verfügen die meisten nicht über die technischen Mittel, eine großformatige Fotocollage als Fotoposter auszudrucken. Der heimische Standard-Drucker erreicht bei einer Collage in der Größe DinA4 seine Grenze. Hier können Foto- und Postershops helfen, die auch große Formate drucken können.

Fotocollage online erstellen

Es gibt Postershops, die nicht nur eine großformatige Fotocollage ausdrucken, sondern auch eine online Software zur Erstellung von Collagen anbieten. Meist ist ein solches Online-Tool in die Webseiten des Shops integriert. Die Benutzung des Tools ist in der Regel kostenfrei. Für die Bestellung und den Druck der fertigen Collage fallen dann Gebühren an. Ein solches Angebot zu nutzen hat mehrere Vorteile:
Erstens ergeben sich keine Kompatibilitätsprobleme zwischen Fotocollage und Drucker, bzw. man bemerkt sie nicht erst, nachdem der Druckauftrag erteilt wurde.
Zweitens bieten Postershops den Druck von Fotopostern in allen gängigen Größen an.
Drittens lohnt es sich vermutlich finanziell. Der Preis für einen großformatigen Farbdruck auf Hochglanzpapier/Fotopapier liegt in einem Postershop wahrscheinlich günstiger im Vergleich zu einem herkömmlichen Copyshop und anderen Alternativen.